Vorgeschichte

Vorgeschichte:

Die ersten Hinweise für die Existenz von "gläubig Getauften" (so nannten sich früher die Baptisten) in Mecklenburg gibt es aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Seit 1855 lebten in Schwerin Baptisten, die sich trotz strenger Bewachung behaupteten. In dieser Zeit muß in Schwerin auch schon getauft worden sein. Die kleine Glaubensschar in Schwerin nahm immer mehr die führende Rolle der Baptisten in Mecklenburg ein und wurde ab 1888 als Filialgemeinde von der Gemeinde Hamburg-Altona betreut.

Gemeindesaal Mühlenstr. 17Von 1901 an fanden regelmäßig Versammlungen in Schwerin statt. In der Mühlenstraße 17 wurde ab 1906 eine Tischlerei gemietet und zum Versammlungsraum umgebaut. In dem eigenen Taufbassin werden am 19.8.1906 zum ersten Mal acht Täuflinge getauft. Vom 1.3.1907 ist ein Schreiben des Ministeriums datiert, in dem die Abhaltung von gottesdienstlichen Versammlungen gestattet wird, jedoch seien jährlich Mitgliederlisten mit Wohnanschrift und Beruf beim Magistrat einzureichen. Der Predigtdienst wurde in dieser Zeit vorwiegend durch Seminaristen getan.

Im November 1907 wird Willy Grimm als erster Prediger nach Schwerin berufen. Das Gemeindeleben nimmt seinen ruhigen und gesunden Fortgang. Aber auch Probleme sind zu bewältigen, wie z.B. die Armut unter den Gemeindemitgliedern. Der 1. Weltkrieg hat ebenso seine Spuren hinterlassen. Bis zum 1. Oktober 1919 leitet Prediger Willy Grimm die selbständige Stationsgemeinde Schwerin.

Gemeindegründung

Mit der Berufung und Einführung von Paul Fehlhaber zum Prediger am 12. Oktober 1919 beginnt der konkrete Weg zur vollen Selbständigkeit der Gemeinde Schwerin. Im Protokoll der Gemeindestunde ist zu lesen:

Da wir von der Muttergemeinde Altona entlassen sind, beschließt die Gemeinde,
die Gemeindegründung am 28. Dezember 1919 vorzunehmen.

Nach rund 65jähriger Vorgeschichte konstituiert sich dann am 28. Januar 1920 die Gemeinde Schwerin. Voraus ging die Billigung dieses Schrittes durch den Bund der Baptisten-Gemeinden Deutschlands. Zum Gemeindegebiet gehörten damals Rostock, Stralsund, Malchin, Stavenhagen, Parchim, Ludwigslust und Wismar (also der gesamte mecklenburgische Raum). Insgesamt wurden 251 Mitglieder, davon 61 in Schwerin, eingetragen.

Auf die junge Gemeinde kamen schwere Zeiten zu. Im Mai 1920 steht das Haus Mühlenstraße 17 zum Verkauf an. Im Oktober 1920 wird dann der Gemeinde der Saal gekündigt! Wenn die Gemeinde auch Gastrecht bei der Gemeinschaft fand, mußte jetzt schnell gehandelt werden.

Am 23. Januar 1921 wird der Beschluss gefasst, das Grundstück Salemskapelle, Außenansicht Landreiterstraße 7 zu kaufen. Die Finanzierung machte aber große Schwierigkeiten. Das seit 1908 angesparte Geld, eine Hypothek und noch zu zeichnende Anleihen von Geschwistern reichten nicht aus. Erst mit Hilfe amerikanischer Baptisten war es möglich, dieses Grundstück für die Gemeinde Schwerin zu kaufen. In den folgenden Monaten wird aus dem ehemaligen Pferdestall durch Erweiterung eine Kapelle gestaltet - das erste eigene Gotteshaus von Baptisten in Mecklenburg.

 

Programm zur Einweihung am 14. Mai 1922

 

Am 14. Mai 1922 wird sie auf den Namen "Salems-Kapelle", d.h. Friedenskapelle, geweiht und von der Gemeinde freudig in Besitz genommen.

Natürlich ging während der Grundstücksverhandlungen und des späteren Umbaus die Gemeindearbeit weiter. In einem Jahresbericht ist zu lesen:

"In Schwerin hat sich die Gemeinde in Frieden erbaut."

 
 

Salemskapelle 1922, Innenansicht

Bereits am 13. März 1921 wurden Rostock und Stralsund selbständige Gemeinden. 1930 sind dann die Gemeindemitglieder aus dem Raum Malchin an die Gemeinde Rostock entlassen worden.

Die nachfolgende Zeit läßt sich in mehrere Perioden einteilen, die in etwa identisch sind mit der Geschichte unseres Volkes.

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